Bericht

TRiNNOVATION im CIIT

Transferformate und Vernetzung mit Wirkung

 Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 ist im Rahmen des TRiNNOVATION -Projekts im CIIT wieder viel passiert. Mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wurde der Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschule, Industrie und weiteren Akteuren gezielt gefördert, sowohl digital als auch persönlich vor Ort.

 

Digitale Formate mit großer Reichweite

Zwei Veranstaltungen wurden bewusst online durchgeführt. Das ermöglichte nicht nur die Teilnahme über die Region hinaus, sondern sorgte durch die Aufbereitung der Inhalte auf YouTube auch für eine nachhaltige Sichtbarkeit. So bleiben die Impulse langfristig zugänglich und entfalten eine deutlich größere Reichweite.

Ein fachlich sehr spezifischer CIIT-Techtalk richtete sich gezielt an Industrievertreter aus dem Maschinen- und Anlagenbau:

Interoperabilität in der Produktion mit OPC UA.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) treibt das Thema Interoperabilität mit großem Engagement voran. Im CIIT-Techtalk beleuchtete Heiko Herden, technischer Projektkoordinator beim VDMA und Experte für OPC UA im Fertigungsumfeld, die zentrale Frage, was Interoperabilität für Maschinen bedeutet und warum sie für die Zukunft der industriellen Produktion entscheidend ist. Der Referent zeigte auf, welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich auf dem Shopfloor ergeben und welches wirtschaftliche Potenzial Unternehmen durch interoperable Systeme erschließen können.

 

Neues Transferformat: Industrie trifft TH OWL

Mit dem CIIT-Techtalk „Industrie trifft TH OWL“ wurde zudem ein neues Format etabliert, das den Transfer zwischen der Technischen Hochschule OWL und Industrievertretern der Region in den Fokus rückt.
Die Veranstaltung verdeutlichte, wie wichtig die enge Verzahnung von Theorie und Praxis für die Fachkräftesicherung ist. Unternehmen, die Studierende frühzeitig in reale betriebliche Prozesse einbinden, profitieren von motivierten Nachwuchskräften und stärken gleichzeitig ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. In drei kompakten Vorträgen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in praxisnahe Studienangebote der TH OWL und in bestehende Kooperationsmodelle. Deutlich wurde dabei das große Potenzial, das diese Zusammenarbeit bereits heute entfaltet und künftig noch stärker entfalten kann.

 

Persönliche Begegnungen als Basis für erfolgreichen Transfer

Neben digitalen Formaten bleibt der persönliche Austausch ein zentraler Erfolgsfaktor. Gerade Menschen, die zwar auf demselben Campus arbeiten, sich aber kaum persönlich kennen, profitieren von informellen Begegnungen.
Dies wurde in diesem Jahr mit einer Netzwerkveranstaltung im CIIT gezielt aufgegriffen: Mitarbeitende der TH OWL, Industrievertreter sowie neue und langjährige Mieter des CIIT-Gebäudes kamen bei ungezwungenem Smalltalk zusammen, ganz ohne konkretes technisches Thema. So entstanden neue Kontakte, Hemmschwellen wurden abgebaut und der inhaltliche Transfer erhielt neuen Schwung.

 

 

TRiNNOVATION als Enabler für nachhaltigen Transfer

Die Aktivitäten zeigen eindrucksvoll, was durch TRiNNOVATION OWL ermöglicht wird. Ziel des Projekts ist es, eine lebendige Innovations- und Kooperationskultur innerhalb der Hochschule, in der Region OWL und darüber hinaus zu etablieren.
Durch den Aufbau eines starken Netzwerks und innovationsfördernder Strukturen wird der Austausch zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft gezielt unterstützt. So entstehen neue Impulse, Transferpotenziale werden erschlossen und die Sichtbarkeit sowie Wirksamkeit der Forschung an der TH OWL nachhaltig gestärkt und zwar mit konkreten Effekten für Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ ist ein zweistufiger Wettbewerb des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Mit bis zu 550 Millionen Euro für zwei Auswahlrunden à fünf Jahre ausgestattet richtet sich die Initiative insbesondere an kleine und mittlere Universitäten sowie Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Bund und Länder stellen für die zweite Förderrunde bis zu 290 Millionen Euro zur Verfügung. Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird mit dem Transferprojekt TrinnovationOWL in der zweiten Runde des Wettbewerbs neben 16 weiteren Einzel- und 13 Verbundvorhaben gefördert. Das Projekt ist 2023 gestartet und wird fünf Jahre lang mit maximal zwei Millionen Euro jährlich gefördert.

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