Bericht

Innovationen wirksam umsetzen

Von der Technologie zur Wertschöpfung

 Am 24. März 2026 fand in der SmartFactoryOWL der Praxis-Workshop „Von der Technologie zur Wertschöpfung: Innovationen wirksam umsetzen“ statt. Gemeinsam mit zahlreichen Teilnehmenden und Partnern wurde der zentralen Frage nachgegangen, wie aus technologischen Möglichkeiten konkrete, möglichst kurzfristig messbare Mehrwerte entstehen können.

Im Fokus der Veranstaltung standen praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Anwendungsfälle sowie der offene Austausch über Herausforderungen bei der Umsetzung von Innovationen in industriellen Kontexten.

Ein besonderes Highlight bildeten die vorgestellten Use Cases, die eindrucksvoll verdeutlichten, wie innovative Technologien bereits heute in der industriellen Praxis eingesetzt werden:

  • Digitale Zwillinge in der Produktion
    Domenic Schäffer zeigte, wie Produktionsprozesse virtuell abgebildet und optimiert werden können und welche konkreten Effizienz- und Wertschöpfungspotenziale sich daraus ergeben.
  • Standardisierte Austauschformate für Dokumente
    David Hülsmeier-Reineke stellte vor, wie strukturierte Produktdaten und standardisierte Dokumentationsformate entlang des gesamten Produktlebenszyklus genutzt werden können.
  • Digitaler Produktpass
    Markus Köster erläuterte, wie Lebenszyklusdaten neue Wertschöpfungsmöglichkeiten eröffnen und gleichzeitig Transparenz hinsichtlich des CO₂-Fußabdrucks („cradle to gate“) schaffen.

Brücke zwischen Technologie und Umsetzung

Neben den Fachvorträgen bot insbesondere der Austausch auf dem Shopfloor der CIIT FactorySandbox eine wertvolle Gelegenheit, weitere Praxisbeispiele kennenzulernen und direkt mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Hier wurden unter anderem Lösungen zu Themen wie digitalem Typenschild, Telemetriedaten, durchgängiger Automatisierung sowie transparenten Produktions- und Lagerprozessen vorgestellt.

Der Workshop machte deutlich, dass der Weg von der technologischen Innovation zur realen Wertschöpfung vor allem durch konkrete Anwendungsfälle, standardisierte Datenstrukturen und enge Zusammenarbeit zwischen Partnern geprägt ist. Neben den Erfolgsfaktoren wurden auch Herausforderungen offen diskutiert, insbesondere bei der Integration neuer Technologien in bestehende Prozesse.

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig praxisorientierte Formate für den Transfer von Innovationen in die industrielle Anwendung sind. Der intensive Austausch zwischen Industrie und Forschung lieferte wertvolle Impulse für zukünftige Kooperationen und Projekte. Ein besonderer Dank gilt allen Referentinnen und Referenten sowie den beteiligten Partnern, darunter Expertinnen und Experten von Phoenix Contact, Fraunhofer IOSB-INA, Novation-Solutions und Stäubli, sowie allen Teilnehmenden für die engagierten Diskussionen und wertvollen Beiträge.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch:

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ ist ein zweistufiger Wettbewerb des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Mit bis zu 550 Millionen Euro für zwei Auswahlrunden à fünf Jahre ausgestattet richtet sich die Initiative insbesondere an kleine und mittlere Universitäten sowie Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Bund und Länder stellen für die zweite Förderrunde bis zu 290 Millionen Euro zur Verfügung. Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird mit dem Transferprojekt TrinnovationOWL in der zweiten Runde des Wettbewerbs neben 16 weiteren Einzel- und 13 Verbundvorhaben gefördert. Das Projekt ist 2023 gestartet und wird fünf Jahre lang mit maximal zwei Millionen Euro jährlich gefördert. TRiNNOVATION OWL: TH OWL

 

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