Veranstaltung

Kinopremiere „Der digitale Zwilling“

Digitaler Zwilling – diesen Begriff haben viele schon gehört. Doch was verbirgt sich genau dahinter und betrifft mich das in meinem Alltag?

Mit diesen Fragen haben sich Studierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe aus dem Bereich der Medienproduktion auseinandergesetzt. Das Filmprojekt „Digitaler Zwilling“ wagt einen Blick in die Zukunft und zeigt, welcher Nutzen sich für jede und jeden von uns ergeben wird und in welchen Bereichen unseres Alltags der digitale Zwilling unterstützen kann.

Besuchen Sie die Filmpremiere im Rahmen des Power-Up-Events im CIIT. Genießen Sie den Kurzfilm, der die Erkenntnisse der Forschung vereinfacht und amüsant darstellt. Vor allem für Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Thema nicht in technischer Tiefe auseinandersetzen, verbildlicht der Kurzfilm die Idee und die Möglichkeiten. Das Bühnenprogramm beinhaltet zudem einen Einblick in die Filmproduktion. Ab 16:30 Uhr ist Einlass, ab 17:00 Uhr startet das Bühnenprogramm, ab 18:30 Uhr wird der Film mehrfach gezeigt.

Hier geht es zu den kostenlosen Tickets.

Die Studierenden aus den Fachrichtungen „Audiovisuelle Medien“, „Mediendesign“ und „Analoge und Digitale Bildwelten“, alle in fortgeschrittenen Semestern im Studiengang Medienproduktion, bildeten ein vielseitiges Team. Die jungen Talente arbeiteten unter der Projektleitung der Dozenten Prof. Rico Dober und Prof. Sebastian Grobler. Das Centrum Industrial IT (CIIT) als Auftraggeber war in allen Phasen eingebunden. „Unser Wunsch war es, einen ganz anderen Blick auf das Thema digitaler Zwilling zu werfen. Statt wie sonst in fachlicher Tiefe, soll mit dem Film der Zugang für alle gegeben sein,“ so Anja Moldehn, Geschäftsleiterin des CIIT.

 

 

Viele Schritte bis zum fertigen Film

Im Film steht der digitale Zwilling dem Hauptdarsteller bei den Herausforderungen des Alltags zur Seite. Zunächst wurde das Drehbuch geschrieben, dann folgte die Produktionsphase an verschiedenen Locations. Die Drehtage waren lang: Zwischen acht Uhr morgens und Sonnenuntergang wurde produziert. Das Licht-Team wurde dabei besonders gefordert, denn trotz tollem Wetter waren aufwändige Lichtaufbauten nötig, um eine bleibende Lichtstimmung und weiche Schatten für ein schönes Bild zu generieren. Dazu wurden zum Beispiel auch Schatten, in Form von Bäumen, künstlich erzeugt.

Teamwork wurde am Set großgeschrieben. Rund 35 Menschen arbeiteten Hand in Hand und unterstützten sich in allen Bereichen. Die langen Drehtage konnten nicht zuletzt durch die Mittagspausen, in denen es leckere und stärkende Verpflegung vom Bistro Ciitrus in Lemgo gab, bewältigt werden.

Sobald alle Aufnahmen vorhanden waren, wurden diese in der Postproduktion weiterverarbeitet.

In dieser Phase wird das entstandene Filmmaterial geschnitten und vertont. Zusätzlich hat das VFX-Team den Dummy, also den digitalen Zwilling, in den Film integriert. Das war zeitlich die aufwendigste Arbeitsphase im Projekt.

Im Schnitt wurden zunächst alle Aufnahmen gesichtet und dann, wie im Drehbuch geplant, in die richtige Reihenfolge gebracht und zusammengeschnitten. Danach konnten die anderen Bereiche der Postproduktion loslegen. Doch welche Aufgaben gibt es da noch?

  • Die Abteilungen Colourgrading und Sounddesign sind für die visuelle und auditive Weiterverarbeitung zuständig. Im Colourgrading werden unter anderem Farb- und Belichtungskorrekturen vorgenommen, um dem Film am Ende einen einheitlichen Look zu geben. Musik und Töne sind die Aufgabe des Sounddesigns.
  • Das Modeling-Department trägt die Verantwortung für die 3D-Modelle. Der Dummy wurde in einer 3D-Software nachgebaut. Darüber hinaus wurden auch die Gegenstände, mit denen der Dummy im Film interagiert, als 3D-Modell nachgebaut. Man könnte sagen: Es wird ein digitaler Zwilling der Drehorte erzeugt.
  • Bei der Animation kommen dann die Bewegungsdaten des Motion Capture Suites zum Einsatz. Diese wurden vom dem Department Animation bereinigt und auf den Dummy übertragen.
  • Damit geht es weiter zum Compositing. Wir hatten einerseits die Realfilmaufnahmen und andererseits die virtuellen Aufnahmen von dem Dummy. In den Realfilmaufnahmen war zudem noch der Darsteller, der die Bewegungsdaten für den Dummy gesammelt hat, enthalten. Diese Teile mussten bearbeitet und zusammengesetzt werden. Der menschliche Darsteller wurde aus dem Bildmaterial des Realfilms entfernt und an seiner Stelle der Dummy eingesetzt. Es folgte die Prüfung, ob das Bild als stimmig empfunden wird. Dafür müssen das reale und virtuelle Bildmaterial die gleichen Aspekte aufweisen, zum Beispiel den Lichteinfall oder die Reflektionen auf den Materialen des Dummys.

 

08.05.2024
16:30 – 21:00 Uhr

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme